Kultur flaniert – unser Fest, um einen Blick hinter die Kulissen zuzulassen. Erleben, mitmachen und genießen, all das, was unsere Szene zu bieten hat. Das war und ist das Motto von Kultur flaniert. Auch wenn es in diesem Jahr etwas anders war.

In diesem Jahr haben wir den Staffelstab an die Spaziergangswissenschaftler weitergegeben, die ein neues Konzept dafür erdacht haben. Nicht, um etwas anderes daraus zu machen, sondern um es neu zu denken und nachhaltiger. Da die Besucherzahlen in den letzten Jahren zurück gegangen sind und die Flaneure es nicht geschafft haben, aufgrund der Vielzahl der Angebote, die überall in der Stadt verteilt sind, alle Stationen abzugehen, haben Frank und Stefan zentraler gedacht. Angefangen in der Kämpfervorstadt wollten sie die Teilnehmer auf einem kleineren Gebiet bündeln. Aber nicht, in dem sie andere, nicht dort angesiedelte, ausschlossen, sondern indem sie genau diese in diesen Stadtteil einluden. Nach dem Raumgeber-Raumnehmer-Prinzip öffneten andere Räume (Wohnungen, Gewerberäume, Höfe oder auch Plätze) ihre Pforten und machten Platz für weitere Akteure.

Für viele war der Startpunkt das „Krampf fresh“ ein etabliertes Stadtteilfest in der Werner Uhrwurm Straße. Hier gab es eine Kaffeetafel, Eis von Viva Palette, Radio F.R.E.I., Die Falken oder Ich global. Und in der Lagune nebenan stellten sich urbane Gärten vor. In der Geschwister-Scholl-Straße gab es einerseits eine Ausstellung über die Rock´n Strom Spaziergangswissenschaften und die Artur Galerie und Malschule, die ihre Pforten öffnete und einen Blick über die Schultern der Künstler erlaubte. Weiter auf dem Rathenauer Platz saß die Zeichentruppe „Auf Kurs“, die zum Mutmalen einlud. Nils, Mitbegründer dieser offenen Zeichenrunde, die einmal im Monat an wechselnden Orten zum gemeinsamen Zeichnen einlädt, ist auch Veranstalter des „Graphit“, dem ersten Festival für Illustration und urbanen Skizzierend vom 26. – 30. 9. Im Domizil war der Verein proforma e.V. stationiert, ein paar Meter weiter die Erfurter Rollrunde und die Engelsburg, die mit Kindern und Erwachsenen die Rampen unsicher machten. Der WirGarten hatte sich die FH in der Altonaer Straße ausgesucht und beschallten den Campus mit Musik. Auf dem Leipziger Platz stellte sich die Fuchsfarm, Wagenwerk und das Umweltamt vor. Im Escape Room und La Familie Nightclub, nur ein paar Meter entfernt konnten die Besucher einmal mitboxen oder ins Rätselmobil einsteigen und die Minivariante des Rätselraumes testen. In der Thälmannstraße luden Die Falken zur Kunstausstellung, während Richard Schaefer eine Besuchergruppe durch den Stadtteil führte und dabei einige interessante Geschichten zu erzählen hatte. Hinten am Güterbahnhof öffneten die Mädels der Kleinen Rampe ihre Türen, um Musik und Kultur einzuladen. Die Frau Karte und Franz Mehlhose kümmerten sich um die musikalische Untermalung, der Wächterhaus e.V. stellte sich und 10 seiner Wächter in einer Plakatausstellung vor. Alles in allem eine sehr bunte Mischung und Beweis, dass das Netzwerk zusammen arbeitet und schöne Synergien entstehen können.

Im nächsten Jahr soll Kultur flaniert in einem anderen Stadtteil gefeiert werden, welcher das ist, muss noch entschieden werden. Wer hat Vorschläge? Der Staffelstab würde dann an einen Akteur dieses Stadtteils übergehen.

 

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