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  • RE:BOOT – 5. – 8. März 2021 – Erfurter Kultur erwacht

    Die ersten Sonnenstrahlen wärmen das Gemüt. Menschen wollen an die frische Luft. Spazieren und Schaufensterbummel avancieren zum Trendsport. Doch da gibt es auch noch eine andere Seite: Die Pandemie hat uns weiter im Griff. Kultur verweilt im Kulturkoma. Kunst erleben: Fehlanzeige. Doch das muss nicht sein. Mit „RE:BOOT“, zu Deutsch: Neustart, wollen das Kunsthaus Erfurt, die Galerie HAMMERSCHMIDT + GLADIGAU, die Ständige Kulturvertretung (SKV) und das Café Hilgenfeld e.V. ein einzigartiges Kunstwochenende einläuten, dass ganz coronakonform daherkommt.

    Vom Freitag, 5. März, 10 Uhr, bis Montag 8. März, 22 Uhr ruft das Bündnis in der Thüringer Landeshauptstadt dazu auf, die Kunst aus dem Dornröschenschlaf mitten in den öffentlichen Raum zu transportieren. „Die Corona-Krise hat die Kulturschaffenden schwer getroffen, doch allein darüber klagen verbessert die Situation nicht. Deshalb wollen wir die Stadt selbst zur Galerie machen und Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Arbeiten zu zeigen – trotz Lockdown“, sagt Kurator Dirk Teschner von HAMMERSCHMIDT + GLADIGAU. 

    Nach den überaus erfolgreichen Glänzenden Aktionstagen „Gold statt Braun“ zum 8. Mai 2020 entstand die Idee der Initiatoren vom letzten Jahr, Kunst im Stadtraum von Erfurt strahlen zu lassen. Die Erfahrungen von HAMMERSCHMIDT + GLADIGAU, die auch in den Zeiten vom Lockdown ohne Pause, kontinuierlich Ausstellungen zeigen, machen deutlich was möglich ist. In Erfurt gibt es mit diesem Ort seit Jahren eine Galerie, die 24 Stunden am Tag einsehbar ist. Zudem haben das Kunsthaus Erfurt, das Café Hilgenfeld am Domplatz sowie das Kurhaus Simone schon letztes Jahr im Lockdown damit begonnen, Kunst außen sichtbar zu machen. 

    Weil die Ateliers der Künstler, die Museen, Galerien und Bildungseinrichtungen seit Dezember verschlossen sind, ist Kunst fast unsichtbar. Mit Re:Boot soll sie ein Wochenende lang in den öffentlichen Raum geholt werden, denn: „Kunst wird gerade in diesen Zeiten umso wichtiger: Kunst ist eine Brücke zu der uns Menschen eigenen Sensibilität. Sie ist im besten Fall ein offenes, demokratisches Angebot gegen radikale, gleichmachende Schlachtrufe, gegen den Schrecken traumatischer Erlebnisse. Kunst kann eine Brücke zum eigenen Menschsein und zum Menschsein der Anderen in allen seinen Facetten sein. Kunst kann helfen, sich dieses Menschseins immer wieder neu bewusst zu werden und daran festzuhalten“, erklärt Monique Förster vom Kunsthaus Erfurt. 

    Die gesamte Pressemitteilung findet ihr hier.

    Über 45 Orte und Künstler*innen werden an RE:BOOT in Erfurt teilnehmen: 

    • Alte Synagoge 
    • Angermuseum 
    • Artenvielfalt 
    • Atelierhaus Vogelsgarten 
    • Atelier Reservoir 
    • Breuninger 
    • Cafe Hilgenfeld 
    • Designkollektiv Erfurt 
    • Arztpraxis Stephanie Demuth
    • Erinnerungsort Topf & Söhne 
    • Frau Korte 
    • Fuchsfarm 
    • Franz Mehlhose 
    • Hammerschmidt + Gladigau  Hummus & Homies 
    • Ilvers 
    • John Reed
    • Kickerkeller 
    • Klanggerüst 
    • Klara Grün
    • Kleine Synagoge 
    • Kontor 
    • KreativTankstelle 
    • Kultur:Haus Dacheröden  | Herbstlese
    • KulturQuartier Schauspielhaus 
    • Kunsthalle Erfurt 
    • Kunsthaus Erfurt 
    • Kurhaus Simone  
    • Lagune 
    • Madame Pflegers
    • moquadrat 
    • Volkskundemuseum 
    • Qnik Papeterie 
    • RedRoXX 
    • remote projects 
    • Retronom
    • Saline 34 
    • s.P.u.K. [L50] 
    • Stadtteilbüro Erfurt-Nord
    • Stadtmuseum
    • Stilleben 
    • Träumchen 
    • Tapetenwechsel 
    • Uhren & Schmuck Kionka 
    • Veto
    • Wächterhaus 2

    Ein Liste mit alle Adressen und Künstler*innen findet ihr HIER.

Erfurts Kulturakteur*innen wollen sich durch den Hashtag #Kulturkoma Gehör verschaffen und mit einer gemeinsamen Aktion in den sozialen Medien auf die prekäre Lage aufmerksam machen.

  • Kulturkoma

    #Kulturkoma

    LASST UNS NICHT UNTERGEHEN!

    “Wir fordern eine faire Förderlandschaft und nachhaltige Förderkonzepte von der Politik, die  Bestand haben. Kulturelle Vielfalt muss gefördert werden, nicht zuletzt, da die Kultur den gesellschaftlichen Diskurs anfacht. Wir müssen als wichtiger Gesellschafts- und Wirtschaftsfaktor endlich ernst genommen werden. Deshalb verbünden wir uns“.

    Die gesamte Pressemitteilung hier.

Wer sind wir?

Die Ständige Kulturvertretung Erfurt (SKV) ist ein ehrenamtlicher Zusammenschluss von Kulturakteuren, die sich für eine Teilhabe der freien (sozio-)kulturellen Szene am Stadtgeschehen einsetzen. Neben dem Mitspracherecht bei kulturpolitischen Entscheidungsprozessen fordern wir eine größere Anerkennung für die kulturellen Leistungen der Kunst- und Kulturschaffenden unserer Stadt. Darüber hinaus bemüht sich die Ständige Kulturvertretung den Zusammenhalt innerhalb der freien Szene zu stärken und eine tolerante, faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Akteure und Akteurinnen herzustellen.

Im Spätsommer 2013 gab es innerhalb der freien Erfurter Kulturszene erste Versuche, ein kulturpolitisches Kooperationsnetzwerk zu knüpfen. Die Akteur*innen vom Erfurter Wächterhaus fürchteten damals um die Zukunft ihres Standortes und warben bei den Kulturschaffenden der Saline34 um Unterstützung. Dieser erste Zusammenschluss war der Beginn der Kulturrauminitiative, die sich „für den Erhalt und die Erschließung Erfurter Kultur- und Freiräume“ einsetzte. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Unterstützerzahl der Kulturrauminitiative auf rund 50 Mitglieder. Kulturinteressierte Privatpersonen sowie verschiedene, kulturell aktive Gruppen, Initiativen und Vereine schlossen sich dem Bündnis an. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen, darunter Kultur Flaniert sowie der Kulturtrauermarsch 2016, hat die Kulturrauminitiative initiiert. Außerdem erarbeitete sie einen Forderungskatalog, welcher im November 2015 dem Kulturausschuss der Stadt Erfurt vorgelegt wurde. Seit 2016 wurde die Netzwerkarbeit der Kulturrauminitiative unter dem Projektnamen „Kulturtausch“ von der Bundeskulturstiftung gefördert.

Im Januar 2017 beschloss der Kern der Kulturrauminitiative eine Namensänderung vorzunehmen, um den Übergang von einem losen Bündnis für den Erhalt kultureller Räume, zu einer ernstzunehmenden Interessenvertretung der freien kulturellen Szene zu kennzeichnen. Sie einigten sich auf den Namen Ständige Kulturvertretung Erfurt, der viele wesentliche Merkmale der Arbeit vereint, wenngleich er die herkömmliche Definition der Ständigen Vertretung ins Gegenteil verkehrt: Von einer Ständigen Vertretung spricht man normalerweise, wenn sich die Vertretung in einem offiziell, nicht anerkannten Staat oder in einer internationalen Organisation befindet. Wir verstehen uns hingegen als Vertreter einer kleinteiligen und schwer zu fassenden freien Kulturszene, die aufgrund ihrer Beschaffenheit, um ihr Mitspracherecht kämpft und daher in nicht ausreichendem Maße anerkannt wird.

Das sind wir, der Kern der Ständige Kulturvertretung Erfurt. Wir alle sind auf den unterschiedlichsten Kunst und Kulturfeldern unserer Stadt aktiv und engagieren uns als SKV im Rahmen unserer Möglichkeiten für die Belange der freien (sozio-) kulturellen Szene.

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Lisa Hilpert
Kulturmanagerin, Musikliebhaberin und Veranstalterin in der „Gruppe Versus“
SKV Schwerpunkt: Öffentlichkeitsarbeit u. Kulturpolitik

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Thorsten Glaser
Finanzkoordinator, liebt die Veranstaltungen die man als Unikate beschreiben kann, Mit-Initiator der Freien Kulturkarawane und der Understatement-Veranstaltungsreihe
SKV Schwerpunkt: Fördermittel und wirtschaftliche Themen

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Florian Dobenecker
Chefredakteur beim t.akt-Magazin, Ausgeh-Enthusiast, Kultur-Freund und Musik-Verehrer
SKV-Schwerpunkt: Öffentlichkeitsarbeit u. Social Media

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Jan-Phillip Niediek
Freier Kultur- und Barmanager, Soziologie und Kommunikationsforscher, Mitglied Erfurter Netzwerk für kulturelles Leben
SKV Schwerpunkt: Organisation, Moderation und Kulturopposition.

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Katja Helbig
Pädagogin u.a. im kulturellen Bildungsbereich, Veranstalterin im Bereich Musik, Kunst und Fotografie 
SKV Schwerpunkt: Kultur flaniert, Kulturstammtisch, kulturelle Bildung

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Björn Schorr
Kulturmanager und Fördermittelberater, Fotografieliebhaber beim HANT – Magazin und Enthusiast für Graffiti und Street Art bei OQ-PAINT
SKV Schwerpunkt: Konzeption, Beteiligungsformate und Anträge

Wir sind immer auf der Suche nach Freiwilligen, die uns bei dieser Arbeit helfen! Du kannst auf unterschiedliche Art behilflich sein: politisch, vernetzend, organisatorisch oder einfach mit einer guten Idee und ganz viel Tatendrang.

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:
Ständige Kulturvertretung Erfurt
Klingenstraße 12 | 99094 erfurt

Kontakt: kontakt@staendigekulturvertretung.de

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:
Björn Schorr

Videos: Christian Seeling, Robert Schwarz,
Bilder: Minetta, Christopher Schmid, Stefan Kowalczyck

Ständige Kulturvertretung Erfurt